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12.08.2017 um 22:06 Uhr
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FF Hollenstedt

Arbeitsreiches Wochenende


Ein arbeitsreiches Wochenende hat die Feuerwehr Hollenstedt rund um den 4. Advent absolvieren müssen.

Neben den Vorbereitungen und der Teilnahme am Hollenstedter Weihnachtsmarkt und einer zusätzlichen Ausbildung zum Thema Brandbekämpfung mussten auch noch 4 Einsätze abgewickelt werden.

Die Hollenstedter Jugendfeuerwehr kann mit gutem Recht von sich behaupten, einer der Ideengeber für den Weihnachtsmarkt im Dorf gewesen zu sein. Inzwischen wird dieser bereits seit einigen Jahren von der Gemeinde organisiert. Natürlich nimmt die Jugendfeuerwehr seit jeher mit einem Stand teil. Eiine Gruppe von Helfern rund um die Jugendwarte Janina Tödter und Kevin Hack bereitete dazu alles vor und betreibt auch den Stand zusammen mit den Jugendlichen. Jedes Jahr wieder eine Menge Arbeit, die aber gerne gemacht wird.

Der Zufall wollte es so, dass ausgerechnet am Weihnachtsmarkt-Wochenende die Möglichkeit bestand, in einem zum Abriss vorgesehenen Gebäude im Ort an einem Vormittag zu üben. Diese Gelegenheit erhalten die Feuerwehren nicht oft und so sollte sie genutzt werden. Mit viel Engagement wurde der Samstagvormittag intensiv zum Training der Brandbekämpfung im Gebäude verbracht.

Ausbildung im "Fischer"-Haus

Bereits am Freitag wurden die Vorbereitungen zum Weihnachtsmarkt von zwei Einsätzen unterbrochen. Während um 10.40 Uhr Unrat in einem Garten in der Ahornallee brannte, folgte kurz nach dem Mittag der nächste Alarm. Die Brandmeldeanlage (BMA) eines Kühlhauses im Gewerbegebiet hatte ausglöst. Die Erkundung vor Ort ergab schnell, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, der durch Reinigungsarbeiten ausgelöst worden war.

Da vor ein paar Jahren ein Feuer in diesem Lagerhaus zu einem der größten Einsätze im Landkreis Harburg geführt hatte, sind die Anfahrten zu einer BMA-Alarmierung in diesem Lagerhaus stets von einer gewissen Anspannung begleitet. Aber es war ja glücklicherweise ein Fehlalarm.

Das Weihnachtsmarkt-Wochenende konnte also beginnen....


Das es manchmal anders kommt, als man denkt, ist eine alte Binsenweisheit. In diesem Fall aber trifft sie zu. Am Samstagabend gegen 20.00 Uhr piepten erneut die Funkemeldeempfänger (FME) der Hollenstedter Feuerwehrleute. Wieder eine Alarmierung durch die BMA des besagten Kühlhauses. Da sich zu diesem Zeitpunkt kein Lager-Personal mehr vor Ort befand, gestaltete sich die Erkundung etwas schwieriger. Nach einigen Minuten konnte aber die Feuermeldung bestätigt werden. In einem Maschinenraum mit verschiedenen Pumpen war eine defekt. Das Gerät lief deutlich hörbar "unrund", zahlreiche Funken sprühten aus dem Gehäuse und wenige kleine Flammen waren sichtbar.

Da sich diese Anzeichen schnell weiter verschlimmerten und sich inzwischen eine größere Rauchwolke ausbreitete, verließen die ersten Erkunder den Raum sofort wieder. Beim Hinausgehen wurde der Notaus-Knopf entdeckt und betätigt. Die Wirkung setzte sofort ein, der Funkenregen hörte auf, eine Brandausbreitung war damit verhindert. Trotzdem war der Raum stark verraucht.

Zur weiteren Erkundung im Maschinenraum wurde ein Atemschutz-Trupp eingesetzt, es sollte vor allem eine Möglichkeit zur Abluft der Rauchgase gefunden werden. Zeitgleich wurde sicherheitshalber eine Schlauchleitung zum betroffenen Raum verlegt. Eine Möglichkeit zur Belüftung konnte nur mit einigem Aufwand in einem benachbarten Raum gefunden werden.

Nachdem der Brandrauch abgezogen war, wurde im Maschinenraum ein deutlich wahrnehmbarer Ammoniak-Geruch bemerkt. Wiederum erfolgte ein Rückzug der Einsatzkräfte in einen sicheren Bereich und es wurde mit den inzwischen eingetroffenen Technikern des Unternehmens die nächsten Maßnahmen beraten. Da sich nicht zweifelsfrei klären ließ, ob der Ammoniak-Geruch eine unzulässig hohe Konzentration in dem Raum signalisierte oder eher üblich war, entschied sich die Einsatzleitung der Feuerwehr mit Gemeindebrandmeister Carsten Beneke und Hollenstedts stellvertretendem Ortsbrandmeister Marco Staack zu einer umfangreichen Nachalarmierung.

Neben einem Vollalarm für die Feuerwehr Hollenstedt wurde auch die Führungsgruppe des Gefahrgutzuges aus Maschen und die Fachgruppe Spüren und Messen aus Jesteburg alarmiert. Weiterhin wurde die Polizei entsprechend informiert.

Nach Eintreffen der Spezialisten konnte die Feuerwehr eigene umfangreiche Messungen vornehmen. Glücklicherweise ergaben diese keine weitere Gefahr, die Einsatzstelle konnte dem Lagerleiter übergeben werden. Erst gegen Mitternacht konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken.

Auch bei diesen beiden Einsätzen bewährte sich erneut die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und dem verantwortlichen Lagerleiter mit seinen Mitarbeitern.

Wer nun meinte, einen ruhigen 4. Advent verbingen zu können, irrte sich, denn am Sonntag gegen 14.45 Uhr gab es den nächsten Einsatz. Es wurde ein brennender PKW auf der Autobahn gemeldet. Vor Ort zeigte sich, dass das Feuer bereits von Ersthelfern gelöscht worden war, für die Einsatzkräfte war hier nichts zu tun. Da der Anrufer aber die Lage der Einsatzstelle falsch gemeldet hatte, dauerte die Anfahrt etwas länger.

Ach ja, und natürlich musste zeitgleich der Stand auf dem Weihnachtsmarkt betrieben und später am Abvend auch wieder abgebaut werden.

Der Pumpenraum

Die defekte Pumpe

Donnerstag, 22. Februar 2018

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